Neulich wurde ich in einem Bestattungsinstitut, für das ich zum ersten mal tätig war, gefragt ob ich auch für Menschen spreche die ihren gleichgeschlechtlichen Partner bestatten.
Ich war erstaunt über die Frage.
Was für ein Grund sollte es geben, das nicht zu tun?
Doch tatsächlich sei es so, dass es Pfarrer aber auch freie Redner gäbe die damit „Schwierigkeiten“ haben.
Ich nicht.
Selbstverständlich rede ich für jeden Menschen. Das Label „LGBTQ+ friendly“ möchte ich am liebsten durch ein Label „Menschen-freundlich“ ersetzten oder als ein solches definiert sehen.
Ich habe im übrigen keine Einschränkungen in irgendeine Richtung.
Ich spreche auch am Grab von Menschen die Suizid begangen haben.
Ich spreche für Menschen aller Couleur und Glauben und Welt-Anschauungen.
Auch für Menschen die gar niemand haben, hatten, die in der Gosse lebten. Im Zweifel auch ohne Honorar.
Ich möchte, dass jeder Mensch eine würdige Beerdigung bekommt.
Noch wichtiger wäre mir im übrigen, dass jeder Mensch ein würdiges Leben bekommt.
